Bei den winterlichen Touren mit Skiern oder Schneeschuhtouren gilt es die eigene Sicherheit und die Bedürfnisse der Wildtiere zu beachten!, © Tölzer Land Tourismus |Foto: Hubert Walther
Naturverträglich Skitouren-/Schneeschuhtouren-Gehen
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Naturverträglich Skitouren-/Schneeschuhtouren-Gehen

Natürlich wollen im Winter viele Menschen raus in die Natur und viele sind auf Skiern oder mit Schneeschuhen unterwegs in der Winterlandschaft. Damit dabei die Umwelt nicht auf der Strecke bleibt, beachte bitte:

  • Bleibe auf den üblichen Ski- und Schneeschuhrouten, Forst- oder Wanderwegen. Jeder Wintersportler, der abseits der Wege geht, wird von Wildtieren als Bedrohung wahrgenommen. Wenn ein Tier im Winter aufgeschreckt wird, verbraucht es überlebenswichtige Energie.
     
  • Beachte Markierungen zum Routenverlauf und Hinweise entlang der Route und Pisten, wie z.B. Naturschutzgebiete, Wald-Wild-Schongebiete, Hinweise auf Wildfütterungen, Warnhinweise.
  • Beobachte Wildtiere nur aus der Entfernung, vermeide Lärm, bleibe Wildfütterungen fern und leine deinen Hund an.

  • Bedenke bei der Tourenwahl, dass es im Winter früh dunkel wird. Verzichte auf Touren bei Dunkelheit. Meide im Hochwinter Gipfel, Rücken und Grate vor 10 Uhr und nach 16 Uhr, um Wildtiere in der Nacht nicht zu stören.

  • Bleibe auf den üblichen Ski- und Schneeschuhrouten, Forst- oder Wanderwegen. Bitte halte Abstand zu Baum- und Strauchgruppen, um keine Tiere aufzuschrecken. Schone Aufforstungen und Jungwald.
     
  • Plane Deine Anreise nach Möglichkeit klimaschonend mit Bus und/oder Bahn oder in Fahrgemeinschaften. Parke nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen, wenn Du mit dem PKW anreist. Ziehe mehrtägige Aufenthalte häufigen Tagestouren vor.
     
  • Achte auf die geeignete Ausrüstung für Deine Tour. Vergiss die Notfallausrüstung für Skitouren nicht (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel).
     
  • Zur eigenen Sicherheit informiere Dich über die aktuellen Witterungsbedingungen und achte auf den Lawinenlagebericht.

Viele Tiere sind im Winter besonders störungsempfindlich. Wintersport abseits der Wege beeinträchtigt unter anderem:   Raufußhühner, Schneehasen, Gams- und Rotwild.

Wildtiere sind an das Klima in den Bergen angepasst und haben verschiedene Strategien entwickelt, um das raue Alpenklima im Winter zu überstehen. Viele Wildtiere reduzieren im Winter ihren Stoffwechsel, legen sich eine zusätzliche Fettschicht oder einen Winterpelz an. In vielen Bereichen decken sich die Lebensräume der Wildtiere mit den alpinen Tourengebieten. Ein aufgeschrecktes Tier mag für uns ein „tolles Naturerlebnis“ sein, für das Tier bedeutet eine Flucht Stress und hohen Energieverlust, der im Winter tödlich enden kann. Übrigens: auch ohne Schnee, fahren viele Tiere ihren Stoffwechsel während der Wintermonate herunter, so dass jegliche Störung für die Tiere zusätzlichen, kräfteraubenden Stress verursacht! Um Energie zu sparen, beschränken die Tiere ihre Aktivitäten im Winter auf ein Minimum und halten sich dort auf, wo sie Nahrung und zugleich Deckung vor Fressfeinen und Schutz vor Kälte finden.