Der fjordartige Sylvensteinsee, © Tourist Info Lenggries|Christian Bäck
Der Sylvensteinsee
mehr

Der Sylvensteinsee

Der türkis schimmernde Sylvensteinsee wirkt durch seine langgezogene Form und die unverbaute Berglandschaft im Umgriff wie ein Fjord.

Die gute Wasserqualität und das idyllische Panorama machen den Sylvensteinsee zu einem beliebten Badegewässer. Auch Wassersport ist hier mit Ausnahme der Zuflüsse erlaubt.

Das Wasser ist sehr nährstoffarm, dadurch kommen im See so gut wie keine Wasservögel vor.

Neben anderen Fischarten leben in diesem Gewässer Seeforellen, die während der Laichzeit in den Oberlauf der Isar wandern. Eine weitere Besonderheit ist das Vorkommen von Armleuchteralgen, die im westlichen Teil am Seegrund wachsen und ihren deutschen Namen der Anordnung ihrer Quirläste zu verdanken haben, die an einen Kerzenleuchter erinnern.

Der Sylvensteinsee ist ein Speichersee, der zwischen 1954 und 1959 erbaut wurde. Ziel war es, in der Isar eine kontinuierliche Wasserführung zu gewährleisten; denn durch das Walchenseekraftwerk in Kochel und das Achenseekraftwerk in Jenbach/Tirol wird ein Großteil des Isarwassers und ihrer Zuflüsse abgeleitet. Aus diesem Grund floss durch die Isar vor der Inbetriebnahme des Speichersees bis zur Mündung der Loisach bei Wolfratshausen (Pupplinger Au) nur ein Bruchteil des Wassers, das normalerweise zur Verfügung stand. Ein weiterer Grund für die Errichtung des Speichersees war der Hochwasserschutz für die Unterlieger, vor allem aber zum Schutz der Landeshauptstadt München.

Unmittelbar östlich der Faller Klammbrücke befinden sich unter der Wasseroberfläche immer noch die Grundmauern des ehemaligen Dorfes Fall. Das Dorf wurde umgesiedelt und befindet sich nun am südlichen Ufer des Speichersees. Einen Kirchturm des ehemaligen Fall sucht man hier allerdings vergeblich: das alte Dorf wurde komplett abgerissen.

Tourentipps/ Ausflugsziele:

  • Badebereiche mit Wasserwacht
  • Dammbauwerk und Faller-Klamm-Brücke mit Haltestreifen für einen Blick über den Speichersee