Blick auf das Bergpanorama vom Starnberger See aus, © Archiv Tölzer Land Tourismus|Johanna Kirschenhofer
Das Ostufer des Starnberger Sees
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Das Ostufer des Starnberger Sees

Der Starnberger See entstand während der Würmeiszeit durch den Isar-Loisach-Gletscher.

Er ist der fünftgrößte See Deutschlands und durch die imposante Alpenkulisse ein beliebtes Bade- und Ausflugsziel.

Seit 1976 ist der See mithilfe der Ramsar- Konvention als „Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung“ deklariert worden. Im Starnberger See überwintern und rasten während der Herbst- und Wintermonate  zwischen  20.000 bis 25.000 Wasservögel.

Auch im Sommer dient der See als Nahrungshabitat für unzählige Vögel. Die Uferbereiche sind wichtige Brutgebiete für verschiedene Vogelarten wie Blässhuhn, Gänsesäger, Haubentaucher, Teichhuhn und unterschiedliche Entenarten. Als besonderes Highlight brüten auch Flussseeschwalben und Lachmöwen auf eigens errichteten Flößen auf dem Starnberger See.

Die Bucht von St. Heinrich mit seinen ausgeprägten Schilfflächen ist als Landschaftsbestandteil geschützt (Gebiet mit Betretungs-, Bootfahr- und Badeverbot). Dort brütet unter anderem der seltene Drosselrohrsänger, die größte in Deutschland vorkommende Rohrsängerart.

Im See lebt eine weitere seltene Spezies; die in Bayern nur in drei Voralpengewässern heimische Fischart, die Mairenke.

Bei Wanderungen oder Radltouren entlang des Ostufers hat man nicht nur einen schönen Blick über den See zu den Alpen; die Straße wird auch von zahlreichen stattlichen Villen gesäumt, die teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Auf dem Weg von St. Heinrich nach Münsing gelangt man nach wenigen Kilometern zum Erholungsgebiet Ambach mit Bademöglichkeit. Entlang des Weges befinden sich verschiedene Einkehrmöglichkeiten.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen erstreckt sich parallel zum Seeufer das Landschaftsschutzgebiet „Ostufer Starnberger See“, das sowohl bebaute, als auch unverbaute Landschaften aufweist und für seinen naturnahen Baumbestand bekannt ist.

Kurz vor der Landkreisgrenze findet sich das Landschaftsschutzgebiet „Ostufer Starnberger See“ das vorwiegend aus Auwald, Bruchwald, Verlandungsröhricht und Uferzone besteht und der einzige Wuchsort in Bayern für das „Bodensee-Vergissmeinnicht“ ist. Das Gebiet kann von der Seestraße aus eingesehen werden. Es besteht ein Wegegebot.

Die Vogelschutzgebiete sind mit dem NATURA 2000-Logo gekennzeichnet. Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten.

Tourentipps/ Ausflugsziele

  • Wanderung/ Fahrradtour entlang des östlichen Seeufers
  • Erholungsgebiet Ambach
  • Frische Renken und andere Fische können direkt bei den Fischern gekauft werden