Die auffällig rot gefärbte Flügelunterseiten werden beim Flug der Schnarrschrecke sichtbar!, © Pixabay
Die rotflügelige Schnarrschrecke
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Die rotflügelige Schnarrschrecke

Die Rotflügelige Schnarrschrecke (Psophus stridulus) zählt zu den Feldheuschrecken, welches die artenreichste Heuschreckenfamilie ist.

Ausgewachsene Tiere kann man vor allem im Juli bis Oktober beobachten. Die Männchen sind schwarz gefärbt, die Weibchen eher gelbbraun bis grau.

Namensgebend für die Rotflügelige Schnarrschrecke sind ihre leuchtend rot gefärbten Hinterflügel mit schwarzen Spitzen.

Die Rotflügelige Schnarrschrecke kommt vor allem in kargen, meist steinigen Gebieten vor. Hauptsächlich besiedelt sie trockene, magere und kurzrasige Standorte und ist deshalb auch im Gebirge in einer Höhe von bis zu ca. 2.000 m zu finden. In der Isaraue werden diesen Flächen durch die Gewässerdynamik geschaffen und durch Beweidung offen gehalten.

Eine Besonderheit der Art ist ihr laut klappernder Schnarrton, den sie mit den Hinterflügeln erzeugt.

Männchen geben diesen Laut vor allem beim Fliegen von sich. Die Weibchen sind flugunfähig, weshalb sie diesen Ton auch im Sitzen und im Sprung von sich geben. Das laute Schnarren hilft nicht nur bei der Partnersuche, sondern auch als Schutz vor Feinden.

Aufgrund von Nutzungsaufgaben ist die Rotflügelige Schnarrschrecke eine in Deutschland stark gefährdete Art. Nutzungsaufgaben führen in den meisten Fällen zu Verbuschung und Verfilzung von Flächen. Deshalb ist es für die Rotflügelige Schnarrschrecke (überlebens)wichtig, die extensive Nutzung von Flächen durch Beweidung zu fördern und Verbundsysteme zu schaffen.

In vielen Regionen Deutschlands ist  die anspruchsvolle Art bereits ausgestorben, in Bayern und Baden-Württemberg gibt es jedoch noch einige Lebensräume, in denen die Rotflügelige Schnarrschrecke vorkommt.

Beobachtungstipps:

Vor allem bei Bergwanderungen auf kurzrasigen, mageren Standorten lohnt es sich, die Ohren zu spitzen, denn hier ist es möglich, die Rotflügelige Schnarrschrecke zu entdecken. Auch auf Schotterflächen entlang der Isar ist sie zu finden.