Der Schmetterling besucht eine Knöterich Art (polygonum viviparum), © Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen|Joachim Kaschek
Die Gaißacher Filze / Attenloher Filze
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Die Gaißacher Filze / Attenloher Filze

Die Gaißacher Filze gehören zum Natura 2000 Gebiet „Attenloher Filze und Mariensteiner Moore“ und zählen zu den herausragenden Moorkomplexen im voralpinen Moor- und Hügelland.  

Das heutige Landschaftsbild entstand während der letzten Eiszeiten. Durch den Wasserreichtum und den Anstau des Wassers bildete sich eine große Vielfalt an Mooren und anderen Lebensräumen. Besonders sind die großflächigen und eng verzahnten Komplexe von Hoch- und Übergangsmooren, kalkreichen Niedermooren, Pfeifengraswiesen und Moorwäldern. Neben der Großen und der Kleinen Gaißach kommen im Gebiet auch kleinere, naturnahe Bäche und Auwälder vor. Heckenstrukturen, die die Grenzen ehemaliger Viehweiden markieren, erinnern noch immer an frühere Nutzungsformen. Eine weitere Besonderheit sind die Kalktuffquellen der Attenloher Hänge.

Die Vielfalt an Lebensräumen bietet auch vielen Arten einen Rückzugsraum.

So gibt es noch Vorkommen seltener Wiesenbrüter im Gebiet, wie zum Beispiel den störungsempfindlichen Wiesenpieper, der bayernweit vom Aussterben bedroht ist.

Dieses Gebiet ist auch ein Schmetterlingsparadies!

Bemerkenswert sind auch die großen Bestände des seltenen Skabiosen-Scheckenfalters, der von der traditionellen Nutzung von Streuwiesen profitiert.

Mit etwas Glück kann man im Sommer in den Attenloher Filzen auch den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling beobachten.

Zum Schutz der seltenen Tier- und Pflanzenarten ist es wichtig, die Wege nicht zu verlassen!

Die an das Gebiet angrenzenden Flächen werden häufig als Grünland und Viehweiden genutzt. Bei einem Spaziergang entlang des Filzen- Rundwegs kann sowohl das Alpenpanorama, als auch die verschiedenen  landwirtschaftlichen Nutzungsformen im Gebiet betrachtet werden.

Tourentipps/ Ausflugsziele

Filzen Rundweg, ca. 5 km